Veränderung der Gottesdienstordnung im Pastoralen Raum Elsen-Wewer-Borchen

Veränderung der Gottesdienstordnung im Pastoralen Raum Elsen-Wewer-Borchen

Liebe Mitchristen im Pastoralen Raum Elsen-Wewer-Borchen!

Heute möchten wir Sie informieren über die personell bedingten Veränderungen in der Gottesdienstordnung.

Unsere Kirche ist im Umbruch – das ist nicht zu übersehen. Viele Entwicklungen erfordern Reaktionen – seien es gesellschaftliche oder kirchliche. Die kirchlichen Entwicklungen sind zurzeit oft mit kleiner werdenden Zahlen verbunden: sehr oft mit dem Rückgang der Zahl der Priester. Wir sind bei uns immer noch gut aufgestellt, wenngleich auch bei uns der Spielraum enger wird.

Die letzte personelle Veränderung war die Wahl von Vikar Hasse zum Diözesankuraten der Pfadfinder. Damit mussten wir eine halbe Stelle abgeben. Und seine neue Aufgabe wird auch dazu führen, dass er immer wieder an Wochenenden nicht da sein wird. Das zwingt uns dazu, unsere Gottesdienstordnung zu verändern. Denn immer wieder kommen wir in die Situation, dass wir mit den zur Verfügung stehenden Priestern die Messen nicht alle besetzen können.

Viele nehmen als Bemessungsgrundlage der eignen Meinungen zu diesem Thema die letzte Seite unseres Pfarrbriefes, auf der das pastorale Personal aufgeführt ist. Dort finden Sie immerhin 8 Priester. Da scheint es also kein Problem zu geben. Dazu muss man sagen, dass jetzt davon nur 3,5 Stellen ganz für unsere Gemeinden da sind. Von den übrigen 4 Priestern kann einer aus gesundheitlichen Gründen momentan gar nicht mehr helfen, ein zweiter nur sehr eingeschränkt. Pastor Kreutzmann hat bei uns nur 20 % und hat auch immer wieder einmal sonntags andere Verpflichtungen. Prof. Jacobs steht häufig wegen seiner auswärtigen Verpflichtungen nicht zur Verfügung.  Da ich weiterhin Domkapitular bin, muss ich einige Male im Jahr auch den Dienst im Dom übernehmen und falle dann Samstagnachmittag (Vesper) und Sonntagvormittag (Kapitelsamt) ebenfalls aus. Hinzu kommen Urlaub und Krankheit.

Daraus ergibt sich folgende Berechnung: Jeder Priester darf sonntags (also Vorabendmesse mit Sonntagsmessen) höchsten 3 hl. Messen feiern. Legt man aber die Zahl drei zugrunde, bedeutet jeder Ausfall, dass er nicht kompensiert werden kann. Daher können wir nur 2 Messen zugrunde legen durch den Ausfall einzelner werden es dann ohnehin schnell wieder drei für die verbleibenden Priester. Die 4 nicht vollamtlichen Priester haben wir mit insgesamt 2 Messen angesetzt. Daraus ergibt sich die Rechnung: 3,5 Stellen X 2 Messen = 7 + 2= 9 Messen. Wir haben aber zurzeit 12 hl. Messen an jedem Sonntag. Also müssen 3 gestrichen werden.

Es war schnell klar, dass das Streichen nicht in Borchen beginnen kann, wo ohnehin in jeder Gemeinde nur eine hl. Messe am Sonntag stattfindet. Also mussten wir auf Elsen und Wewer schauen, wo es noch 4 (Elsen) bzw. 3 (Wewer) Messen sonntags gibt. Außerdem sollten möglichst nur 2 Messen parallel liegen.

Aus diesem Grund hat der Pastoralverbundsrat einen Ausschuss eingesetzt, der eine gangbare Lösung suchen sollte.

Auf diesem Hintergrund hat der Ausschuss folgenden Vorschlag gemacht: In Elsen entfallen die Vorabendmesse um 18.00 Uhr und die Messe um 8.00 Uhr. Im Wewer entfällt das Hochamt um 9.30 Uhr.

Das sind gravierende Einschnitte. Und jeder, dessen gewohnte Messzeit entfällt, wird dies als schmerzlichen Verlust empfinden. Ich kann Sie nur um Verständnis bitten – und um Flexibilität. Aufs Ganze gesehen haben wir immer noch viele Messen. Und es gibt zu den verschiedensten Zeiten Möglichkeiten, die Messe mitzufeiern. Nur eben nicht mehr an meinem Ort.

Zu den Werktagsmessen: Es gibt nur immer Schwierigkeiten, wenn sich Beerdigungen häufen. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Zeiten an den Werktagen zu lassen, aber auch die Möglichkeit zu geben, die Messe am Sonntag vorher abzusagen, wenn es Engpässe gibt. Die Flexibilität ermöglicht es, die Messordnung zu belassen, wie sie ist. Für die Sonntag schien uns das aber keine Option zu sein. Hier sollten die Messen verlässlich stattfinden.

Eine zweite schwierige Frage hat den Ausschuss beschäftigt: die Ordnung der österlichen Tage (Gründonnerstag bis Osternacht). Bisher hatten wir noch in jeder Gemeinde alle drei Gottesdienste, die das sog. Österliche Triduum bilden: Die Messe vom letzten Abendmahl, die Karfreitagsliturgie und die Osternacht. Diese drei Feiern bilden eine Einheit und sollten daher nicht örtlich getrennt werden.

Da diese Gottesdienste größtenteils parallel liegen, brauchen wir dafür also 7 Priester. Das ging bisher auch. Aber in diesem Jahr hatten wir den Fall, dass gleich zwei in der Karwoche krankheitsbedingt ausfielen. Und dann gibt es keine Möglichkeit mehr, das aufzufangen. Wir hatten Glück: wir konnten noch Priester aus Paderborn gewinnen, die eingesprungen sind. Aber eine grundlegende Ordnung sollte nicht von vornherein mit Vertretungen rechnen.

Es kam jedoch - in den Überlegungen zur Reduzierung der österlichen Tage -der Wunsch auf, eine Reduktion erst vorzunehmen, wenn sie unabwendbar ist, und bis dahin noch zu versuchen, alle Feiern möglich zu machen. Dann müssen ggf. spontan Feiern abgesagt werden, wenn beispielsweise ein Priester erkrankt.

Die Vertreter der Gemeinden im Pastoralverbundsrat haben sich einhellig dafür ausgesprochen. Und daher werden wir es jetzt auch so handhaben. Die Diskussion wird sich dann sofort wieder ergeben, wenn bei uns weitere Stellen gestrichen werden.

Liebe Mitchristen, die Änderungen an den Sonntagen stellen für Elsen und Wewer schmerzliche Einschnitte dar, um die hart gerungen wurde. Aber die Reduzierung der Stellenanteile der Priester macht eine Reaktion unumgänglich. Und ich möchte noch einmal betonen, dass bei der Berechnung nicht zukünftige Zeiten vorweggenommen werden, sondern ganz auf der Grundlage des Ist-Stands verhandelt wurde. Jede weitere Reduzierung der Anzahl der Priester wird daher auch weitere Veränderungen der Gottesdienstordnung erforderlich machen.

Vielen herzlichen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Pastor Thomas Witt

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