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Maximilian Schnaus

Orgelkonzert zu Himmelfahrt mit Maximilian Schnaus

Wewer. Am 26. Mai 2022, 16:30 Uhr findet in der St. Johannes Baptist Wewer ein Orgelkonzert statt. An der großen Rieger-Orgel (2001) interpretiert Maximilian Schnaus (Berlin) Werke von Olivier Messiaen und Dominik Susteck. Der Eintritt ist frei.

Messiaens erster Orgelzyklus „L’Ascension“ = „Himmelfahrt“ wurde zunächst als Orchesterwerk komponiert. In den Jahren 1932-33 entstanden vier Sätze, die jeweils andere Besetzungen hatten: So erklangen im ersten Satz nur die Blechbläser, im zweiten die Holzbläser zusammen mit den Streichern, im dritten das ganze Orchester und im letzten die Streicher alleine. Im Jahre 1933 bearbeitete Messiaen zunächst den ersten und den vierten Satz für Orgel, dann auch den zweiten. Der dritte erwies sich als für Orgel unzugänglich. Messiaen komponierte einen völlig neuen dritten Satz: III. Transports de joie d’une âme devant la gloire du Christ, qui est la sienne. Dieser dritte Satz, eine prächtige virtuose Toccata, wird auch gerne alleine stehend in Konzertprogrammen gespielt. 

Sophienkirche Berlin mit der Unterstützung des Musikfonds e.V. in Auftrag gegeben und im Dezember 2020 vom Organisten Maximilian Schnaus uraufgeführt. Die 5 Sätze haben einen recht unterschiedlichen Charakter. Der erste Satz „Spiegelkabinett“ lebt von den beiden gegensätzlichen Manualen der Orgel, die wie Spiegel einander gegenübergestellt werden. Als weitere Ebene tritt das Pedal echoartig hervor. „Der Rufer“ nutzt das Register Trompete, das sich immer weiter in ein Rufintervall hineinsteigert. „Runner“ besteht aus Repetitionen, das „Schwarze Loch“ saugt mit liegenden Clustern jegliche Melodik und Harmonik auf. Im letzten Satz erklingt nicht nur die Orgel, sondern auch ein angestrichenes Weinglas auf dem 3-gestrichenen cis: „in vino veritas“ als offenes Ende. 

Der Organist und Komponist Maximilian Schnaus wurde 1986 im fränkischen Bad Neustadt geboren. Nach erstem Orgel- und Kompositionsunterricht bei Friedemann Haeßler und Stephan Adam studierte er Kirchenmusik und Orgel in Hannover und Amsterdam, u.a. bei Pier Damiano Peretti und Jacques von Oortmerssen, und erhielt Stipendien der Yehudi-Menuhin-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2014 legte er in der Klasse von Leo van Doeselaar an der Universität der Künste Berlin sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Neben Werken des Barock und der Romantik bildet vor allem die Musik des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts einen Schwerpunk seines Repertoires.

Maximilian Schnaus ist Preisträger verschiedener Kompositions- und Orgelwettbewerbe, u.a. erhielt er 2013 den Paul-Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und 2015 den 1. Preis des internationalen Orgelwettbewerbs am Berner Münster. 2016 wurde er Artist in Residence der Stiftung Kunst und Musik für Dresden. Er ist Organist der Berliner Sophienkirche und Lehrbeauftragter für künstlerisches Orgelspiel am Kirchenmusikalischen C-Seminar der Universität der Künste Berlin.